Reviews

So gefeiert wurde lange kein Gastdirigent bei den Dortmunder Philharmonikern

Mit stehenden Ovationen hat das Publikum die Dortmunder Philharmoniker und ihren Gastdirigenten Nicholas Milton gestern Abend im 3. Philharmonischen Konzert im Dortmunder Konzerthaus überschüttet. Der Australier tanzte mit dem Orchester den Totentanz und nahm das Publikum mit auf ein Klang-Karussell. Vor einem Jahr hat der australische Dirigent Nicholas Milton die Dortmunder Philharmoniker mit Strauss‘ „Don Juan“ verführt. Aus der temperamentvollen Liaison ist wohl eine große Liebe zwischen dem Orchester und dem Jenaer Generalmusikdirektor geworden. 

Beim 3. Philharmonischen Konzert im Konzerthaus tanzte er mit den Musikern den Teufelstanz. Und so gefeiert wurde lange kein Gastdirigent am Pult der Philharmoniker, die er zu einem enthusiastischen, klangorgiastisch auftrumpfenden und präzisen Spiel anstachelte. Ein Fest des Klangrausches, aus dem auch viele feine Töne schimmerten, feierte der 41-Jährige in dem beziehungsreichen Tanzprogramm. Milton bewegt sich höchst elegant und geschmeidig – was das Orchester in Klänge umsetzte. Er dirigiert mit dem ganzen Körper, sticht auch feurig wie ein Don José mit dem Taktstock in die Luft, hat aber bei all den Emotionen den großen Apparat perfekt im Griff.

Der erste Teil hätte sich auch gut als Neujahrskonzert gemacht: Dvořáks zweite Folge von acht Slawischen Tänzen waren mit Milton wie acht Mal hintereinander Karussell fahren – ein Feuerwerk von Effekten, die er sorgsam vorbereitete. In einem breiten, großen Strom wie die Moldau vorm Hradschin ließ er Klänge fließen, wechselte lustvoll Tempi und Klangfarben. Und das Orchester war dabei Wachs in seinen Händen. Auch Liszt liegt dem Australier. Vor einem Jahr dirigierte er das 1. Klavierkonzert, jetzt die „Totentanz-Paraphrase“. Mit einem Hexenmeister als Solist: Bernd Glemser spielte den teuflisch schweren Tastentanz mit brillanter Souveränität, wie auch die Paganini-Variation von Rachmaninow als Zugabe. Als russischen Strauss zeigte Milton Rachmaninow in dessen letztem Werk, den Sinfonischen Tänzen op. 45. Vorzüglich waren die Bläser auf diese farbig opulent changierende Musik eingestellt. Großartig spielten die Streicher den morbiden Walzer, den Abglanz eines Balls. Ein Ungarischer Tanz von Brahms war das Zugaben-Bonbon eines vorgezogenen Silvesterfeuerwerks.

Julia Gaß, Ruhr Nachrichten, 02.12.2008

Puccini’s La Fanciulla del West (Innsbruck)

Almost 40 years since its last performance of the work, the State Theatre of Innsbruck presents a stunning new production of Puccini’s La Fanciulla del West“. The enormously successful premiere received unanimous and rapturous acclaim - a gigantic success accompanied by extended minutes of cheering. Nicholas Milton, presenting an exquisite „visiting card“ with this extraordinary debut for the company, inspired the Tiroler Symphony Orchestra Innsbruck to a performance of the highest level. Milton perfectly understands Puccini’s richly colourful score with its wondrous echoes to the tonal languages of his contemporaries Debussy and R. Strauss - all of this revealed in the performance through an exquisite and energizing sound imagination. Most impressively - the monumental second act, with its sensual „Tristan“ colours makes a powerful impression in the powerfully sculpted love duet, and the spine-tingling poker scene was yet another magnificent orchestral highlight. And although the orchestra was of a massive size and power, it never once sounded too loud or noisy - a true testament to the sensitivity and abilities of the Tiroler Symphony Orchestra and undeniable proof of what can be achieved when the right man is standing on the podium.
Dietmar Plattner, DER NEUE MERKER: Kritiken der Wiener Staatsoper, April 2011

Brahms 1. Sinfonie mit dem Bruckner Orchester Linz

Der mitreissend gestaltende australische Dirigent Nicholas Milton und das in Hochform aufspielende Bruckner Orchester servierten eine restlos überzeugende „Erste" von Johannes Brahms. Der gekonnte Zugriff auf diese Musik in ihrer dramatischen Entwicklung und das edle Pathos dieser noch der Klassik anhängenden Tonsprache gelangten in allen Instrumentengruppen geradezu vollendet - geführt von einem sympathischen jungen Gastdirigenten.
Neues Volksblatt Linz, 21.05.2011

Spektakuläres Abschieds-Konzert in Jena

Nicholas Milton verlässt Jena auf dem Höhepunkt einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit und schafft es, alle Erwartungen an die Einzigartigkeit und Großartigkeit dieses Abends zu schlagen. Es ist was er mit seiner Jenaer Philharmonie macht, ist so verblüffend, dass man diese Leistung niemals genug hervorheben kann. Es ist nicht nur der Klang, wie aus einem Guss, der süchtig machen könnte, sondern die Tatsache, dass es in dieser Symbiose gelingt, selbst Carl Orffs Carmina Burana völlig neu zu hören. Milton dringt in Feinheiten der Partitur ein, die gängige Einspielungen und Freiluftaufführungen mit Feuerwerk und Co. längst platt gemacht hatten. Er ist Musikant und Feingeist, lenkt in einer Sternstunde fast erdrückende Klangmassen und stellt voller Spannung ein beinah nur noch erahnbares Piano in den Raum. Für Milton ein Finale, wie er es sich gelungener nicht wünschen kann.

Dr. Tatjana Mehner, Ostthüringer Zeitung, 31.05.2010

NDR Radiophilharmonie unter Nicholas Milton gefeiert mit stehenden Ovationen

Mit leidenschaftlicher Intensität und Klanggewalt intoniert die Radiophilharmonie unter der Leitung von Nicholas Milton. Temperamentvolle Virtuosität und ansteckende Spielfreude fegte endgültig die grüblerische Schwermut des eröffnenden Fugatos hinweg. ... die aufwühlende Intensität des spannungsvoll aufspielenden Orchesters ... immer neue Spannung aufbauend ... ein nachdrückliches Konzerterlebnis. Das Publikum feiert es mit stehenden Ovationen.

Neue Osnabrücker Zeitung, 09.09.08

Stürmischer Applaus für Nicholas Milton und das Staatsorchester Darmstadt

Leitmotiv im Programm des vierten Sinfoniekonzerts im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt war das Meer in seiner bald bedrohlichen, bald lebensspendenden Eigenschaft. ... Die Wiedergabe durch das Staatsorchester Darmstadt unter der beflügelnden Leitung des australischen Gastdirigenten Nicholas Milton, betonte den Kontrast der Stimmungen, wobei die Orchesterfarben vom bedrohlichen Klang der Kontrabässe bis zum Jubel der Trompeten prägnant ausgekostet waren. Dabei waren die Tempi vom sehr ruhigen Beginn bis zum lebhaften Ende bewusst ins Extrem getrieben, so dass das Orchester seine brillanten Fähigkeiten effektvoll einbringen konnte. .... Eine Entdeckung ganz besonderer Art ist die Suite aus dem Ballett ,,The Tempest" (Der Sturm) von dem 1954 geborenen australischen Komponisten Carl Vine, die hier als Europäische Erstaufführung erklang. ... Vines Musik ist durchaus bildkräftig, sie wirkt impressionistisch, zeigt aber durch wiederkehrende Rhythmen der Pauken, der großen Trommel, der gezupften Bässe an, dass sie tänzerische Impulse geben möchte. Reizvolle solistische Aufgaben haben sind zu lösen, so dass man fast von einem Konzert für Orchester sprechen könnte, das zur Freude des Publikums einen wahren Sturm der Leidenschaften entfesselte. ... [In] Alexander Zemlinskys Fantasie für Orchester ,,Die Seejungfrau" führte Nicholas Milton das Staatsorchester Darmstadt mit vollem Körpereinsatz und mit strenger Präzision zu einer spannungsreichen Wiedergabe. Die Zuhörer dankten es dem umsichtigen Dirigenten und dem fabelhaften Orchester mit stürmischem Applaus.

Klaus Trapp, Echo Online, 11.01.2010

Nuancierte, präzise Schlagtechnik - Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Das Konzert, in dem sich das Hessische Staatsorchester Wiesbaden wieder mit vielen schönen Instrumentalsoli von seiner besten Seite zeigte, hatte unter der impulsiv zupackenden und fordernden Leitung des australischen Dirigenten Nicholas Milton mit der "Sun Music II" seines Landsmanns Peter Sculthorpe begonnen, in die er mit launigen Worten einführte - eine Schilderung der die australische Ebene unbarmherzig versengenden Sonnenglut mit starkem Einsatz des Schlagwerks und der Blechbläser, in seiner Motorik an Strawinsky erinnernd. Auch hier schon gab es herzliche Zustimmung, die sich nach dem musikalischen Ausflug in das Weltall mit Gustav Holsts "Die Planeten" noch merklich steigerte. Milton näherte sich den Himmelskörpern mit nuancierter, präziser Schlagtechnik. Nach der marschartig hämmernden Schilderung des Kriegsgottes Mars zogen die sieben Planten über dem souverän tragenden Fundament des Orchesters ihre sphärischen Kreise: in ruhig gleitendem Fluss (Venus), in silbrig gefärbtem Wohlklang (Merkur), in festlicher, imposanter Ausstrahlung (Jupiter), nebulös verhüllt, fast unheimlich (Saturn), martialisch aufgefächert (Uranus) oder in besinnlich abgeklärtem Wohlklang mit den Stimmen der Damen des Opernchors.

Richard Hörnicke, Wiesbadener Kurier, 06.02.2009

Höhepunkt reiht sich an Höhepunkt. Hier stimmt einfach alles!

Man kennt das Szenario: Der Volkshaussaal ist ausverkauft bis auf den letzten Platz. Am Ende ist der Jubel groß. Zurecht, denn die Symbiose, die die Jenaer Philharmonie und ihr Chefdirigent Nicholas Milton momentan vorstellen, ist grandios. Höhepunkt reiht sich an Höhepunkt. Hier stimmt einfach alles.

Dr. Tatjana Mehner, Ostthüringer Zeitung, 27.03.2009

Gastdirigent Nicholas Milton inspirierte die Dortmunder Philharmoniker

Gastdirigent Nicholas Milton inspirierte die Dortmunder Philharmoniker mit seiner höchst lebendigen Körpersprache zu mitreißenden Klängen. Der aus Australien stammende, zur Zeit als GMD in Jena tätig, weiß, den Klang explosiv zu steigern, Effekte zu setzen. ... Temperamentvoll stieg er sofort in die Klangsprache von Dvořáks Slawischen Tänzen ein Milton holte das Wilde, Fröhliche, derbe und Sprühende aus ihnen heraus, aber auch das Grazile, Elegische und Gefühlvolle. Ebenso feurig und leidenschaftlich ließ er im zweiten Teil die Sinfonischen Tänze von Rachmaninow aufklingen. Ein Programm glänzend musiziert mit all Miltons rhythmischer Verve.

Sonja Müller-Eisoldt, Westdeutsche Allgemeinen Zeitung, 03.12.08

Klangzauber Nicholas Milton mit der NDR Radiophilharmonie

In der 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ von Dvořák gibt es deutliche Zeichen musikalisch künstlerischen Aufbruchs. Unter der Leitung des australischen Dirigenten Nicholas Milton entsteht mit der NDR Radiophilharmonie ein beeindruckendes Klangbild. Dann setzt das Orchester ein, sehr leise verhalten mit quasi schwebenden Klängen. Nach wenigen Takte entfacht der Dirigent einen gewaltigen vielfarbigen Klangzauber, der in seiner vitalen Gestaltung das Leben und Treiben New Yorks einfängt. Milton formt jede Klangnuance sensibel aus und lässt das Hauptthema, eine Hirtenmelodie glänzen. ... Steve Reich komponierte City Life über New York heute. Modernes Großstadtleben, in musikalische Impressionen gebannt: Straßengeräusche, Signale, Stimmen, anwachsende Aggressionen und zögernde Beruhigung. Akribisch formt Nicholas Milton die musikalischen Minimalbilder zum grandiosen Gesamtbild, das er mit dem ununterbrochenen Band schneller rhythmischer Bewegungen zusammen fügt.

Angelika Kannenberg, Braunschweiger Zeitung, 08.09.08

Kollision musikalischer Welten - Musikalische Akademie des Nationaltheaters Mannheim

Nun sage noch einer, die Klassik sei hoffnungslos verloren und das Publikum fassbar überaltert, wie uns unlängst eine schlaue Studie aus Friedrichshafen am Bodensee glauben machen wollte! Im Gegenteil: Bei so auffällig vielen jungen und modernen Menschen, wie sie jetzt beim Akademiekonzert im vollgefüllten Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens gesichtet wurden, dürfte die Zukunft für die klassische Musik - und damit die Musikalische Akademie des Nationaltheaters - allen Unkenrufen zum Trotz recht rosig sein.

Nicholas Milton dirigierte Gershwins "An American in Paris" durchaus streng, aber stets mit einem sensiblen Gespür für das Wechselspiel zwischen drakonischen, europäisch gedachten Strukturen und jener tänzerischen Lässigkeit, welche wir - manchmal vielleicht fälschlicherweise - mit dem American- way-of-Life verbinden. ... Das Nationaltheater-Orchester kam damit sehr gut klar, die Wechsel von großen und kleinen Klängen, die ineinandergreifenden Themen, Motive, Klänge wurden sehr durchgeformt ausmusiziert. ... Erstaunlich, wie gut das klang, wie dicht das musiziert wurde und wie homogen die Welten-Übergänge gelangen.

Gegen diese Grenzgänger wirkte die Sinfonie "Aus der Neuen Welt" kurioserweise wie eine aus der Alten. Die Fassung von Milton und dem Nationaltheater-Orchester hatte die Plastizität und Dynamik, die das Werk benötigt. Und auch hier gelangen die Übergänge wundersam. Das g-Moll-Thema im Allegro molto etwa formten Flöte und Oboe zunächst wie über einem Nebel aus opalisierenden Streicherklängen, bevor es in die Violinen abwanderte. Der zweite Satz mit den ausladenden Englischhorn-Soli schimmerte wie der Indian Summer, und im Allegro con fuoco brannten die Musiker das sprichwörtliche Feuerwerk ab, das "Motto" stets majestätisch exponierend.

Nach dem Verglühen des finalen E-Dur-Klangs in den Bläsern tobte das Auditorium und erklatschte sich Dvoráks 8. Slawischen Tanz g-Moll. Zur Beruhigung aber diente der allenfalls für jene Pessimisten, die das Klassikpublikum aussterben sehen.

Stefan M. Dettlinger, Mannheimer Morgen, 10.03.2010

Mahlers Siebte unter Nicholas Milton: Stürme der Begeisterung

Was für ein instrumentaler Wirbel! Sturm fegte die Themen gegeneinander, Klangmassen türmten sich übereinander. So begann die Norddeutsche Philharmonie unter der Leitung des australischen Gastdirigenten Nicholas Milton den Einganssatz der Siebten Sinfonie von Gustav Mahler. Den Riesenapparat hatte Milton mit energischen Bewegungen fest unter seinem gestalterischen Willen. ... Auf erregende Weise hielt er das Tempo des Kopfsatzes in gänzlich unstetem Fluss. Immer wieder wurde man als Zuhörer herausgerissen ais einem eben gefundenen Maß und hineingeworfen in neue Konstellationen, die, kaum manifestiert, von neuen thematischen Sturmböen hinweggefegt wurden. Unglaubliche Energien entfesselte der Dirigent unter den Musikern und hielt dabei die Menge doch immer in fabelhaftem Zusammenspiel. Für die Klangmassen, die in solchen Eruptionen frei wurden, ist der Konzertsaal eigentlich zu klein. Nicht, dass sie die beengten Grenzen gesprengt hätten, nein, es mangelte ihnen einfach an Raum, sich wirklich grandios entfalten zu können. ... Ganz anders formte Milton die Nachtmusik des zweiten Satzes. Trotz des immer wieder sich durchdrängenden Marschgestus gab er den melodischen Bewegungen eine geschmeidige Eleganz, die sich in den dynamisch abgerundeten Streicherbögen ebenso ausdrücken konnte wie in den Bläsersoli. Einerseits traf er damit genau die musikalische Substanz der Sätze, die erregte Modernität des Kopfsatzes wie die sehnsuchtsvolle Romantik der Nachtmusik. Andererseits wurde dadurch die Uneinheitlichkeit der Sätze, die dieser Sinfonie vorgeworfen wird, für das Ohr tatsächlich nachvollziehbar. Im Finale schließlich, das noch einmal ähnliche Ausmaße annimmt wie der Anfangssatz, führte Milton die Einzelaspekte der vorangegangenen Sätze im Orchester zusammen. Die kraftvollen, von mächtigen Paukenattacken angetriebenen Gesten, die elegante Melodik, die verwirrende Verquickung der vielen Linien miteinander: All dies brachte er in enormen Steigerungen zum monströsen Aufbäumen des Klanges. Die Musiker gaben ihm dafür ihr volles Engagement und legten ihr ganzes instrumentales Können ein. Dafür bekamen sie auch einen für die norddeutsche Mentalität unerhört begeisterten, ungewöhnlich ausdauernden Applaus, in den sich sogar Jubel und Bravo-Rufe mischten. Dies war wohlverdienter Beifall für eine großartige Aufführung.

Michael Baumgartl, Norddeutsche Neueste Nachrichten, 03.02.2010

Da staunt selbst das Orchester - Radio-Sinfonieorchester Stuttgart

Der Australier Nicholas Milton dirigierte das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart im Beethovensaal erfrischend die Ouvertüre zu Otto Nicolais "Weibern von Windsor". Ganz langer Beifall. ... ein glänzend mitgehendes Orchester  ... spektakuläre Leichtigkeit, Intensität und souveräne Perfektion. Ein ganz großes Kaliber.

Stuttgarter Zeitung, 06.03.2010

Liebe auf den ersten Ton: Milton dirigiert die Dortmunder Philharmoniker!

Es war Liebe auf den ersten Ton: Als der Australier Nicholas Milton vor genau einem Jahr das Philharmonische Konzert dirigierte, hat ihn das Orchester sofort wieder verpflichtet. Die Chemie stimmt!

Ruhr Nachrichten, 29.11.08

Mahlers Fünfte unter Nicholas Milton: Ein musikalisches Großereignis

Was dann in Gestalt der Sinfonie Nr. 5 von Gustav Mahler im wahrsten Sinne des Wortes in Szene ging, es stieß fast an die Grenzen subjektiver Erlebnisfähigkeit. Das einzigartige Adagietto zelebrierte Milton in all seine feinen Verästelungen hinein mit den Streichern. Ein musikalisches Großereignis war zu erleben und Nicholas Milton ein Übersetzer von Rang, wenn es gilt innewohnende Dramaturgien freizusetzen.

Hans Lehmann, Thüringische Landeszeitung, 29.09.08

Eine erstaunliche Aufführung - Gubaidulina, Ravel, Mussorgski

Der junge australische Gastdirigent Nicholas Milton gestaltete das Werk von Gubaidulina mit berührender Klangsinnlichkeit. Eine erstaunliche Aufführung. ... Der Dirigent schien den Solopart förmlich mitzuspielen, so intensiv durchlebte er jede Passage und brachte dadurch Solo und Orchester zu unerhört prägnantem Zusammenspiel. ... In „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgski in der Instrumentierung von Ravel zog Milton die Spannung ganz aus dem Inneren der Musik, machte mit sorgfältig ausgefeilten Details Stimmen hörbar, die oft im Orchestertumult untergehen. Das löste eine vitale Kraft aus, einen farbigen Rausch, in den man hineingezogen wurde, mitgerissen wie von einem Sog aus einer immer dichter werdenden Folge großartiger musikalischer Bilder. Das forderte am Ende spontane Bravo-Rufe heraus, lautes Fußtrampeln, begeisterte Pfiffe und tosenden Beifall.

Michael Baumgartl, Ostsee Zeitung, 04.03.08

"Fledermaus" mit Dirigent und Regisseur in einem Großen Operettenabend

Mit Nicholas Milton am Dirigentenpult sah man einen Leiter, der bis in kleinste Nuancen hinein anzudeuten wusste, worauf es ihm ankam. Er war Regisseur und Dirigent zugleich in einer Person. ... Großer Beifall gab es zum Schluss für diese rundherum schöne Leistung für alle Mitwirkenden.

Karl Müller Schmied, Ostthüringer Zeitung, 16.02.2008  

Canberra Symphony Orchestra continues to soar ahead

This has been a year in which the Canberra Symphony Orchestra has further consolidated its status as one of Australia’s premier orchestras, with audience sizes increasing as the level of musical performance rises. Ticket sales have never been higher since the orchestra was established in 1966, and the 94 percent return rate for CSO subscription holders is the envy of every other major metropolitan orchestra in the country. ... As well as a growing number of younger patrons, members of the audience who used to attend are returning in record numbers to hear the unique voice of the orchestra that has evolved under the baton of chief conductor and artistic director Nicholas Milton.

Jennifer Gall, Canberra Times, 14.12.2009

Nicholas Milton verführte Publikum - Dortmunder Philharmoniker wie im Rausch

Ein schönes Programm, ein temperamentvoller, emotionaler Dirigent, ein fabelhafter Solist und ein Orchester, das Spitzenqualität abliefert: Das 3. Philharmonische Konzert ließ am Montag im Konzerthaus keine Wünsche offen.

Am Pult der Dortmunder Philharmoniker stand der Australier Nicholas Milton, GMD in Jena und ein Energiebündel, das gerne im üppigen Klangrausch schwelgt, aber die Musik auch sehr fein auffächern kann. Schon in Richard Strauss sinfonischer Dichtung "Don Juan" war der 40-Jährige ein Verführer mit dem Taktstock, der grandios mit Klangfarben jonglierte und das Orchester mit seiner großen Ausstrahlung so mitriss wie das Publikum. Alle Musiker der riesigen Besetzung schien Milton gleichzeitig anzuschauen und mit Blicken zu hypnotisieren und anzustacheln - da konnte das Publikum nur noch atemlos gespannt zuhören. 

Volker Banfield, souveräner Solist in Liszts 1. Klavierkonzert, teilte die Vorlieben des Australiers für rauschende Klänge, die er zu Beginn in viel rechtes Pedal kleidete. Aber auch wunderbare Nocturne-Stimmungen breitete er aus, schuf organische Übergänge zwischen den Abschnitten des Konzerts, das auch den Charakter einer sinfonischen Dichtung hat. Milton ist Kammermusiker, war Konzertmeister in einem Orchester und Geiger in einem Trio. Das merkte man an der Art, wie er Solopart und Orchestersatz verschränkte und perfekt ineinander greifen ließ. 

In Schumanns "Rheinischer Sinfonie", der heimlichen NRW-Hymne, schüttet Milton wieder ein Füllhorn an rauschenden Klängen aus. Alles war Klang, wogte und floss in dem großen Raum, und Schumanns Impression vom Kölner Dom im 4. Satz hatte den Charakter einer großen Trutzburg wagnerscher Dimension. Die Dortmunder Philharmoniker haben mit diesem Konzert wieder nahtlos an ihre großartige Leistung der Saisoneröffnung mit Jac van Steen angeknüpft.

Julia Gaß, Ruhr Nachrichten, 07.11.07

Gastdirigent Milton führte die Dortmunder Philharmoniker zu Höchstleistungen

Gastdirigent Nicholas Milton befeuert die Dortmunder Philharmoniker im dritten Philharmonischen Konzert zu einer furiosen Darstellung von Richard Strauss’ genialer, jugendlich dahinstürmenden Tondichtung, Don Juan. ... Temperament geladen steigerte Milton auch hier den Orchesterklang zu gewaltigen, schwungvollen musikalischen Aussagen. Mit Energie nahm er sich der dritten Sinfonie Schumanns an. Die Philharmoniker folgten auch hier Miltons inspirierenden, glanzvollen Vollklang. Viel Beifall für das romantisch überschwängliche Programm!

Sonja Müller-Eisold, Westfälische Rundschau, 07.11.07

Große Begeisterung des Publikums - Große Freude der Orchestermusiker

Milton zeigte neben seiner perfekten Schlagtechnik einen ausgeprägten Sinn für Klangschönheit, für spannungsreich aufgebaute Steigerungen, für eine Dynamik, die von zartestem Pianissimo bis zu kraftvollem, gleichwohl nirgends lärmendem Fortissimo reicht. Groß war die Begeisterung des Publikums für diesen Abend, nicht minder groß die Freude der Orchestermusiker an ihrem Pultgast, dem sie mit Präzision und großer Spielfreude folgten.

Michael Schäfer, Göttinger Tageblatt, 04.05.09

Every concert with Nicholas Milton is a spectacle of excitement

Oh, That Milton!!  Dubrovnik Symphony Orchestra in the Rector’s Palace and Conductor Nicholas Milton
The excitement of these concerts was the conducting of Nicholas Milton. Both concerts represented the Dubrovnik Symphony Orchestra in a completely new light. Over four days, Milton created a miracle, and achieved the maximum result with each member of the orchestra. Nicholas Milton conducted all compositions by heart and it was a pleasure to see the way he looks and communicates with his musicians. The originality of his interpretations and the extraordinary atmosphere of his concerts made the last week an EXTRAORDINARY CULTURAL EVENT in the city of Dubrovnik. Every concert with Nicholas Milton is a spectacle of excitement. In short, he should come to Dubrovnik again and again, and again ...

Sanja Drazic, Setemana, 06.07.06